Haarsystem alleine wechseln

In meinem letzten Artikel habe ich Euch von meinen Erfahrungen mit den verschiedenen Klebemitteln der Produktserie von Hairsystems Heydecke berichtet. Trotz der aktuellen Situation sage ich mir jeden Tag: „Es muss weiter gehen“ und mache in meinem neuen Artikel den Umgang und die Pflege des Haarsystems im Home Office zum Thema.
Dort lebe ich nämlich aktuell mit meinem Fotoequipment, Computertechnik und dem besten Mitbewohner, den man sich vorstellen kann: Herrn K.
Welche Rolle dieser bei meinem täglichen Umgang mit dem Haarsystem trägt und welche nützlichen Tipps sich daraus ergeben erfahrt Ihr hier.

ÜBER HERRN K., EINTÖPFE & HILFESTELLUNG BEIM HAARSYSTEMWECHSEL

Mein Mitbewohner, Herr K., hilft mir, den Alltag so gut wie möglich zu gestalten. Immer wenn ich drohe arbeitsbedingt in Skizzenbüchern, Stiften, Pinseln und unzähligen Bildmotiven zu versinken, zieht er mich zurück und versucht für uns beide einen geregelten Ablauf in unserem kleinen Königreich zu schaffen. Das macht er zum Beispiel, indem er den Küchendienst übernimmt. „Wer gesund bleiben will, braucht deftige Hausmannskost!“, sagt er und grinst in sich hinein während er in einem großen Eintopf rührt.
Die Pandemie stellt unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Sofern wir uns zu den Glücklichen zählen können, die in einem Mehrpersonenhaushalt leben führt sie uns zu einem Umdenken über unser Zusammenleben in der Wohngemeinschaft. Indem wir nun mehr Zeit zu Hause verbringen, müssen wir zwangsläufig auch lernen, uns gemeinschaftlich neu zu arrangieren und zu unterstützen. Jeder hat hier seine kleinen Aufgaben zu erledigen und das hält auch Herrn K. nicht davon ab, mir ab und an beim Wechsel meines Haarsystems zu helfen.

Herr K. ist Ende dreißig, Single und genau wie ich in der Kreativbranche tätig. Bisher hatte er noch keine Berührungspunkte mit einem Haarsystem und schaute daher ziemlich skeptisch, als ich ihn das erste Mal um Hilfe beim Wechsel gebeten habe. Mit dem System in der einen und den Klebestreifen in der anderen Hand blickte er mich fragend an als ich sagte: „Du musst mir bei der richtigen Positionierung helfen.“

Mittlerweile schaffe ich es, in kurzer Zeit das System zu Hause selbst zu wechseln. In unserem kleinen WG-Badezimmer ist das aber je nach Lichtverhältnissen nicht immer ganz einfach und ich bin dankbar, wenn jemand da ist, der darauf schaut, dass ich es nicht zu tief in die Stirn setze und somit am Ende wie ein Dressurpferd aussehe. Sofern ihr über einen Partner oder Mitbewohner verfügt, scheut Euch nicht, ab und an um Hilfe zu bitten. Sollte das nicht gegeben sein, hier mein Tipp: immer ausreichend Spiegel in parat haben. Mit einem kleinen Handspiegel aus der Drogerie zum Beispiel lässt sich sehr einfach der Hinterkopf bei der Rasur einsehen. Natürlich braucht es Geduld und Fingerspitzengefühl bis man das ganz alleine schafft. Und nicht ärgern, wenn Ihr Mal einen Millimeter zu viel von den Haaren wegrasiert habt. Das Haarsystem wird bei Hairsystems Heydecke bewusst mit einem Übergang eingeschnitten, sodass oben aufliegende Haare des Systems kleine „Macken“ gut kaschieren können.

PRODUKTE HAMSTERN

Ausreichend Klebemittel, heißt Klebestreifen und Flüssigkleber sind das Must Have in eurem Produkt-Sortiment für das Haarsystem. Ich benutze neben den Bonding Tapes Mini immer den Clear Bond Flüssigkleber. Beide könnt ihr im Online Shop von Hairsystems Heydecke bequem bestellen (www.heydecke-shop.de). Aufgrund der Situation ist es viele von Euch nicht möglich, für den Systemwechsel nach Hamburg ins Studio zu reisen. Daher ist es besonders wichtig, sich mit einem Produktvorrat einzudecken. Auch wenn ich den „Hamster-Hype“ nicht wirklich unterstützen kann; Fehlende Reinigungs- oder Klebemittel führen zu unnötigen Experimenten, die das Haarsystem mit einer eventuellen Schädigung nicht vergibt. Wenn ihr also wie ich irgendwann aufgrund fehlender Voraussicht keine Klebestreifen mehr im Haus habt, seid nicht so „kreativ“ wie Herr K., der mir den Vorschlag machte, das Haarsystem „vorübergehend“ mit Kreppband aus dem Werkzeugkasten zu fixieren.

CALM DOWN – SEINER KOPFHAUT EINE AUSZEIT GÖNNEN

Sich die meiste Zeit zu Hause aufzuhalten hat seine Vorteile. Nun dürft ihr das Haarsystem auch mal absetzten und der Kopfhaut ein bisschen Ruhe gönnen. Das kommt aber nicht nur ihr zugute. Auch das Haarsystem wird durch die kurze „Pause“ geschont und dadurch verlängert sich die Haltbarkeit. Um meine Kopfhaut mal richtig zu pflegen habe ich mehrere Tricks, die ich Euch gerne nahelegen möchte. Neben dem Peeling Gel und der Scalp Mask aus dem Sortiment von Hairsystems Heydecke nutze ich gerne das Deep Clean Shampoo, um die Hautoberfläche von abgestorbenen Hautzellen und Schmutz zu befreien. Solltet Ihr dieses Power-Trio einmal nicht zur Hand Haben, kann ich Euch nur einen guten (und dieses Mal auch nützlichen Tipp) von Herrn K. mit auf den Weg geben. Dazu benötigt Ihr eine kleine Schüssel, ein bisschen Olivenöl und Meersalz. Das erschafft ein natürlicher Peeling und ist für Eure Kopfhaut wie ein Besuch im Wellness-Resort. Aber Vorsicht: Diese Lösung ist nur dann für die Pflege der geeignet, wenn Ihr danach das Haarsystem NICHT aufsetzen wollt. Das Öl versorgt mit Feuchtigkeit und schützt die Kopfhaut, muss aber vollends entfernt werden, sobald Ihr Klebestreifen und Flüssigkleber wieder im Einsatz haben wollt. Das Öl beeinflusst die Klebedauer nämlich sehr stark und Ihr wollt sicherlich nicht, dass Euch das Haarsystem vom Kopf rutscht.

Eine schöne (und sanftere) Alternative zum Meersalzpeeling:
Kaffeesatz, Olivenöl und zwei Tropfen Teebaumöl finden sich ebenso in den meisten Haushalten wieder. Diese Power-Mask reinigt nicht nur die Kopfhaut, sondern klärt mit den entzündungshemmenden Wirkstoffen des Teebaumöls die Kopfhaut und macht sie glatt und geschmeidig. Und auch hier gilt wieder: Vor dem Einsatz des Haarsystems gründlich mit den Produkten der Expert-Serie reinigen und vorbereiten!

FRAGEN KOSTET NICHTS

Zusammenfassend gesagt: Auch wenn Euch einmal die Produkte ausgehen, gibt es bedingt Alternativen. Seit aber nicht so wagemutig und experimentell wie mein Mitbewohner Herr K. und deckt Euch rechtzeitig mit allem ein, was Ihr für Euer Haarsystem benötigt. Aktuell ist dafür der beste Zeitpunkt – denn Hairsystems Heydecke hat nicht nur die Produktbestseller in einem neuen Design herausgebracht, sondern auch neue Produkte wie den X-Bond ins Sortiment mit aufgenommen. Ein kleiner Trost in einer sehr angespannten Zeit.
Auch wenn ich bereits ein erprobter Haarsystemträger bin, bin ich dankbar für den moralischen (und witzigen) Beistand, den mir Herr K. im Alltag und mit meinem Haarsystem bietet. Solltet Ihr aber alleine wohnen und wie ich nicht wirklich geschickt beim Haarsystemwechsel sein oder eine Frage zur Pflege oder zu den neuen Produkten haben, steht Euch das Heydecke-Team online und telefonisch weiterhin zur Verfügung.
Auch wenn es sich hierbei „nur“ um ein Haarsystem handelt stellt das gesamte Team der Firma die Betreuung Ihrer Kundinnen und Kunden auch während der Krise sicher und symbolisiert damit eines der wichtigsten und manchmal in Vergessenheit geratenen Güter: Gemeinschaftlichkeit und Unterstützung.

Ich wünsche Euch für diese Zeit nur das Beste und bleibt bitte gesund!

… UND WIE GEHT’S WEITER?

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Auch Ariel meldet sich bald wieder mit einem neuen Beitrag zu Wort. Als nächstes mit „Curly Me – Verschiedene Hairstyles mit Haarsystem!“ Seid gespannt!

Haarsystem richtig verkleben

In meinem letzten Artikel habe ich mit Euch über das Thema Selbstliebe gesprochen und wie mir die Transformation bei Hairsystems Heydecke ein Stück mehr Lebensqualität gegeben hat. Heute soll es um eine eher praktische Frage gehen, die sich jeder Haarsystemträger früher oder später stellt: „Wie und womit verklebe ich mein Haarsystem am besten? Wie das Haarsystem befestigen?“ Ich teile mit Euch meine Erfahrungen, stelle Euch meine Lieblingsprodukte vor und gebe ein paar hoffentlich nützliche Tipps.

JETZT WIRD‘S KLEBRIG

Spätestens wenn der erste Wechsel bevorsteht, stellt man sich als Haarsystemneuling die Frage: Wie befestige ich nach der Reinigung das Haarsystem wieder korrekt auf dem Kopf? Neben der richtigen Platzierung (sieht nicht besonders attraktiv aus, wenn man es sich erst einmal drei Zentimeter zu tief in die Stirn geklebt hat) ist die Wahl des richtigen Klebers essenziell. Hier gibt es keinen Geheimtipp – der Kleber, der für mich funktioniert, muss nicht automatisch für Dich der beste sein. Im Studio von Hairsystems Heydecke hat sich bisher, je nach Konfiguration und Art des Haarsystems, eine Klebetechnik aus Mini Tapes für den Kopfbereich und Nude Bond Flüssigkleber für die Frontpartie etabliert. Dieses „Dreamteam“ sorgt nicht nur für einen komfortablen und starken Halt, sondern sieht dabei auch noch super natürlich aus, was besonders für den Haaransatz wichtig ist. Bevor ich Euch aber meine Top-Produkte vorstelle, mit denen ich mich in allen Lebenslagen sicher fühlen und bewegen kann, schauen wir uns einmal die beiden Haarsystem-Typen an und welche Kleber man dafür am besten verwenden kann.

DIE FRAGE DER KONFIGURATION
HEY2GO & HEY CUSTOM-MADE

Hairsystems Heydecke bieten zwei Variationen von Zweithaar an: Das sogenannte hey2go ist ein Sofortprogramm (auch Stockware), das in unterschiedlichen Farben und Dichten vorrätig ist und wie der Name schon sagt sofort für Dich verfügbar ist. Das Hey custom-made ist ein maßangefertigtes System, das individuell für Dich produziert wird. Es berücksichtigt Deine Kopfform, Deine Haardicke und -dichte und kann mit unterschiedlichen Monturen (Netz, Folie oder eine Mischung aus beidem) gefertigt werden. Der Haken: Es benötigt in der Produktion natürlich mehr Zeit – ähnlich wie ein Maßanzug. Warum erzähl ich Euch das? Weil die Art des Haarsystems bei der Wahl des Klebers berücksichtigt werden sollte.

DEN RICHTIGEN KLEBER FINDEN
MEINE TOP-PRODUKTE

Mini Tapes: Kleine Kraftpakete
Mein erstes Haarsystem war ein hey2go, das komplett auf einem Netz konfiguriert wurde. Die Befestigung, die mir dabei am besten gefallen und ein sicheres Gefühl gegeben hat, waren die Mini Tapes. Diese kleinen Kraftpakete sind atmungsaktiv und können bei öl- und fettfreier Kopfhaut sogar mehrere Wochen halten. Nagelt mich hier aber bitte nicht fest, denn die Kopfhaut ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sodass sich der Kleber auch unterschiedlich verhalten kann. Bei meiner sehr trockenen und zu Schuppen neigender Kopfhaut halten die Mini Tapes bis zu drei Wochen, bevor sie langsam an Klebkraft verlieren. Sie sind hautfreundlich und was besonders für sie spricht, ist, dass man sie relativ leicht von der Kopfhaut und dem Haarsystem entfernen kann. Ein kleiner „Zip“ und sie sind ab. Besonders für ungeduldige Haarsystemträger wie mich ein idealer Klebe-Gefährte.

Nude Bond Flüssigkleber: Vielseitigkeit ist Trumpf!
Mit dem Nature Bond kann man entweder die gesamte Fläche des Kopfes bestreichen (vorher fein säuberlich rasieren ist selbstredend Pflicht), oder man wendet ihn nur für den Frontbereich an. Der große Vorteil: Dadurch, dass man hier in sehr dünnen Schichten arbeiten kann, erhält man besonders an der Haarlinie vorn ein super natürliches Ergebnis. Und weil der Kleber im trockenen Zustand nicht glänzt, sondern matt ist, scheint er selbst bei starker Sonneneinstrahlung nicht durch das Netz – perfekt, wenn man nicht sofort als Haarsystemträger geoutet werden will. Einen kleinen Minuspunkt gibt es von mir für die Haltbarkeit. Wenn Du viel Sport machst, schwitzt oder jeden Tag die Haare waschen möchtest, ist dieser Kleber nichts für Dich. Da er wasserlöslich ist, würde er der starken Belastung nicht standhalten und Du müsstest relativ häufig nachkleben.
Beide Produkte sind jedoch für die unterschiedlichen Haarsystem-Konfigurationen super geeignet und ergeben zusammen sie ein absolutes Dreamteam. Ich nutze die Mini Tapes, um sie entlang der Haarsystem-Kante einmal rundherum zu platzieren. Den Flüssigkleber nutze ich für die Front. Für mich die ideale Kombi mit der ich mich in meinem Alltag sicher fühle.

Übrigens: Die richtige Handhabung und ein paar gute Tipps findest Du auch in einem meiner früheren Artikel „Der erste Wechsel“.

FORM FOLLOWS FUNCTION
KLEBESTREIFEN UND IHRE FORMEN

Irgendein pfiffiger Mensch in der Klebestreifenindustrie hat sich wohl irgendwann mal gedacht: „Wäre es nicht super praktisch die Form an die Kanten des Systems anzupassen oder sogar für die Front eine eigene Form anzubieten?“ Gesagt getan. Im Online Shop von Hairsystems Heydecke gibt es eine große Auswahl an Klebestreifen mit der Typenbezeichnung A, B und C. Diese Kennzeichnung beschreibt die Form, die Du passend zu Deinem Haarsystem auswählen kannst. Besonders hey custom-made (Maßarbeiten) berücksichtigen Deine persönliche Kopfbeschaffenheit und haben daher individuelle Formen. So bietet sich z. B. bei einem spitz zulaufenden Haaransatz ein Klebestreifen wie das Lace Front Tape A an, da es die natürliche Form des Haaransatzes nachformt.

Orientiere Dich einfach an Deinem Haarsystem – und wenn Du Dir mal nicht sicher sein solltest, welche Form für Dich am besten passt, kannst Du Dich jederzeit beim Kundenservice von Heydecke melden. Auch ich sehe manchmal den Wald vor lauter (Klebe-)Bäumen nicht …

Damit Du das richtige Produkt für Deine Bedürfnisse findest, solltest Du in jedem von dem Stylisten/der Stylistin Deines Vertrauens eine Kopfhautanalyse machen lassen. Das erhöht die Chance für Dich, auf Anhieb den perfekten Kleber zu finden.

PRODUKTE FÜR ALLE FÄLLE
MAX HOLD SPORT, STOP SHINE, X-BOND

Im nächsten Abschnitt gebe ich Euch noch ein paar Produkte an die Hand, die Euch in vielen (extremen) Lebenslagen super unterstützen können – in dem sie das Haarsystem immer dort halten, wo es hingehört, und für eine natürliche Optik sorgen.

Max Hold Sport
Den Sportskanonen unter Euch empfehle ich zum Einstieg den Max Hold Sport. Dieser Wirkbeschleuniger verkürzt die Wartezeit zwischen dem Verkleben und der Möglichkeit zu Duschen und Sport zu treiben. In der Regel braucht nämlich ein Kleber nach Befestigung des Haarsystems bis zu 12 Stunden, um seine volle Klebekraft zu entfalten. In dieser Zeit sollte man den Kontakt mit Wasser und starkes Schwitzen vermeiden. Für alle, die etwas ungeduldiger sind, ist der Max Hold Sport daher die ideale Lösung. Zudem wird die Kopfhaut vor Reizungen geschützt, denn der beim Auftrag entstehende Produktfilm wirkt auf der Kopfhaut wie eine zusätzliche Barriere. Der Vorteil: Verlängerung der Klebedauer besonders auch bei Menschen die viel Schwitzen!

Stop Shine
Viele Kleber und insbesondere Klebestreifen weisen produktionstechnisch eine glänzende Oberfläche auf. Das ist an den meisten Stellen, an denen man Klebestreifen benötigt, auch nicht damatisch – beim Verkleben der Front kann es jedoch stören. Denn: Bei Lichteinfall kann der Klebestreifen durch das Haarsystem hindurch reflektieren, so dass die vordere Partie Deines Zweithaars nicht wirklich natürlich aussieht. Um diesen Effekt zu vermeiden gibt es ein kleines Wundermittel namens Stop Shine. Dieses Spezialprodukt ist extra zum Mattieren von Klebeflächen entwickelt worden. Ihr streicht es ganz einfach direkt auf die Tapes oder den Flüssigkleber und der störende Glanz verschwindet. Das Ergebnis: Eine super natürliche Haarlinie!

X-Bond
Zu guter Letzt möchte ich Euch ein Produkt empfehlen, das ganz neu auf dem Markt ist. Ich und ein paar andere Heydecke-Kunden durfte es schon vor dem offiziellen Verkaufsstart testen – und was soll ich sagen? Es ist sofort zu einem meiner Herzstücke geworden! Es ist ein super starker Flüssigkleber, der auch unter extremen Bedingungen zuverlässigen Halt bietet. Er kann für jedes Haarsystem mit Monturen aus unterschiedlichen Materialien genutzt werden, ist eher dünnflüssig, lässt sich dank des integrierten Applikators leicht auftragen und trocknet transparent. Im Gegensatz zu seinen Produktgeschwistern ist er darüber hinaus auch noch wasserfest und schweißresistent. Ob ihr ihn nun lokal für die Front auftragen wollt, oder vollflächig für die gesamte Tonsur, dieses Schätzchen verspricht was das X andeutet: X-trem starken Halt in jeder Situation.

PRAXIS STATT THEORIE
PROBIEREN GEHT ÜBER STUDIEREN

Eine Formel für den richtigen Kleber gibt es nicht. Die Illusion kann ich Dir gleich nehmen. Ein bisschen Geduld, Glück und die richtige Beratung helfen aber, um relativ schnell eine Wahl zu treffen, die für Dich funktionieren wird. Ich verlasse mich seit meinem ersten hey2go auf ein Klebesystem, das für meine Bedürfnisse ideal ist, dennoch habe ich mit den zuletzt genannten Produkten meine Möglichkeiten ausdehnen und den Komfort und die Haltbarkeit erhöhen können. Testet Euch ruhig einmal durch und gebt mir gerne Feedback zu Euren Erfahrungen. Wann nehmt ihr welchen Kleber und was funktioniert für Euch am besten? Ich freue mich von Euch zu hören!

… UND WIE GEHT’S WEITER?

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Ariel meldet sich mit neuen spannenden Themen, humorvollen Erfahrungsberichten und der Fortsetzung seiner Kolumne nächsten Monat wieder. Seid gespannt!

HEYNEWME – Haarsysteme für ein neues Lebensgefühl

NEW YEAR, NEW ME

In meinem letzten Artikel habe ich Euch über meine Erfahrung mit dem Haarsystem in der Extremsituation Sex berichtet. Zu Beginn des neuen Jahres möchte ich ein bisschen tiefer schürfen und über Authentizität, Selbstbestimmung und Selbstliebe schreiben. Und darüber, welche Rolle dabei mein Haarsystem gespielt hat.

DAS GEWOHNTE IN FRAGE STELLEN

Durch unsere Eltern lernen wir von Beginn an, wie man zu sein hat und nehmen uns ihre Persönlichkeiten zum Vorbild. Da es die ersten Menschen sind, die wir kennenlernen, können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht unterscheiden, ob diese Vorbilder gut oder schlecht sind. Wir lernen es erst mit der Zeit und schlagen, während wir unseren eigenen Charakter formen, immer wieder auch Irrwege ein.

Auch ich habe mich und mein Leben schon einhundert Mal verändern wollen. Sei es durch die Schablone eines Berufs, der mir die Plattform für ein Identitätsdesign geboten hat, oder durch andere Dinge wie z. B. durch Mode oder die Rolle an der Seite eines bestimmten Partners. Mir waren alle Mittel recht, um mich im Prozess des Erwachsenwerdens zu definieren. Und natürlich hat auch meine Krebserkrankung die Karten noch einmal neu gemischt und einen Prozess eingeleitet, der eine neue Selbstfindung erforderlich gemacht hat.

DAS SPIEGELGLEICHNIS
ICH SEHE MICH, ALSO BIN ICH?

Verzerrte Selbstwahrnehmung kennen wir wohl alle. Mal mehr, mal weniger bringt sie uns insbesondere auf dem Weg in das Erwachsenwerden zum Stolpern. Im schlimmsten Fall bricht sie uns und hinterlässt ein Scherbenmeer aus fehlendem Selbstwert: Wir fühlen uns nach den Vorgaben eines gesellschaftlich-manifestierten Schönheitskults zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein oder eben einfach zu hässlich. Gerade dachten wir, wir könnten uns nach jahrelanger Emanzipation von unserem Elternhaus sicher fühlen eine eigene Identität entwickelt zu haben, da heften wir uns schon an die nächsten Schönheitsideale. In den sozialen Medien finden wir Götter und werden zu Götzen. In Film und Fernsehen stillen wir unsere Sehnsucht nach einer Flucht vor der Realität.

Der Blick in den Spiegel kann je nach Sensibilität und Eigenwahrnehmung zu einer Qual werden. Besonders, wenn das Gesehene weit von dem entfernt ist, wonach wir uns sehnen. Da gibt es keine Filter, die unsere Haut besser, das Haar voller oder die Lippen dicker machen und die Narben verschwinden lassen. Wir erkennen vor allem eins: die Realität. Und dann hetzen wir getrieben von Sehnsüchten und Zweifeln unseren Vorbildern hinterher. Zu welchem Zweck? Um genau wieder da zu landen, wo wir eigentlich gehofft haben nicht wieder hin zu müssen: In ein Korsett gesellschaftlicher Erwartungen und zurück an den Anfang.

SELBSTZWEIFEL & DAS INTERNET

In meinen vorangegangenen Kolumnen habe ich Euch von meiner Geschichte rund um meine Krebsdiagnose, die Bekämpfung und ihre langwierigen Folgen (unter anderem dem Haarverlust während und nach der Chemotherapie) erzählt. Als der Krebs mir alle physischen Merkmale eines „normalen Heranwachsenden“ genommen hatte, sehnte ich mich umso mehr nach einer Welt, in der ich mich selbst neu erfinden und definieren konnte. Kennt ihr das auch? Wenn die Kopfmonster und Selbstzweifel einen in die Enge treiben, suchen wir nach Linderung und greifen zu Werkzeugen wie der Fantasie oder suchen nach Möglichkeiten, uns selbst zu optimieren – doch das Kernproblem lösen wir damit nicht.

Der Krebs war besiegt, doch er hatte die Person in meinem Spiegel verändert. Meine Seele war gequält und Depressionen, Psychosen und eine Wahrnehmungsstörung hinderten mich daran, mich selbst zu sehen und wertzuschätzen. Wenn man zehn Jahre lang immer und immer wieder im Konflikt mit seiner eigenen Gesundheit steht, ist es eigentlich schon schwer genug, sich selbst zu akzeptieren. Hinzu kommt dann aber noch, dass das Internet und die vielen perfekten Menschen und Leben auf Facebook und Instagram den Druck auf die eigene Perfektion erhöhen.

Versteht mich bitte nicht falsch; Ich bin absoluter Fan der sozialen Medien und habe absolut nichts gegen „Muntermacher“, bzw. „Motivationsstützen“, die man im Internet schaut, um sich selbst besser zu fühlen. Ich glaube aber fest, dass sie einem schwachen Selbstbild wie ich es damals hatte, nicht helfen können. Im Gegenteil: Die digitale Blase aus Fotos und YouTube-Videos wunderschöner Menschen, die sich mit diversen Hilfsmitteln immer weiter selbstoptimieren, erzeugt eine Abwärtsspirale der Traurigkeit. Und so war es auch bei mir: Ich entwickelte eine verrückte Obsession für Tutorials und Influencer, die letztendlich dazu beitrug, dass meine Ablehnung mir selbst gegenüber immer größer wurde – weil das Haar nach der Chemo nicht mehr so voll und stark war wie vorher, und weil ich durch Operationsnarben am Körper meinem auserwählten Ideal nicht mehr entsprochen habe. Ich konsumierte leere Informations-Konserven und klickte mich von einer Fantasie zur nächsten. Dabei habe ich mich letztendlich so weit davon entfernt, mich selbst wahrnehmen zu wollen oder zu lieben, dass ich mir Hilfe suchen musste.

DIE ERKENNTNIS
ICH LIEBE MICH – ALSO WERDE ICH SEIN.

In meinem ersten Artikel erzählte ich Euch bereits wie ich zu Hairsystem Heydecke gekommen bin – aber nie, in welchem Zustand ich mich zu dieser Zeit befunden habe. Die Geschichte dieser Kolumne und der Start in das Jahr 2020 sollen einen philosophischen und lebensbejahenden Ansatz vertreten. Bis hierhin liest es sich aber jedoch eher, als habe ich viel Schmerzen meiner Vergangenheit nicht überwunden und würde immer noch leiden. Das ist in gewissen Maßen auch immer noch so. Die Vergangenheit, die wir mit uns umhertragen, werden wir weder wegdenken noch verdrängen können. Aber wir können versuchen, uns Stück für Stück uns selbst wieder anzunähern. Und so tat ich das zu Beginn 2019 mit dem Kontakt zu Hairsystems Heydecke und mit meiner ersten Transformation. Was sich seitdem verändert hat, klingt für mich selbst wie die Reise eines Protagonisten in einem Abenteuer-Roman. Ich kann bis heute nicht glauben, wie dieses kleine Stück Haar dazu geführt hat, dass ich meinen Kopf wieder oben trage und selbstbewusst und stolz nach vorn blicke.

Und es geht mir nicht allein so – nächtelang habe ich mir Videos und Instagram Storys von Gleichgesinnten nach ihrer Transformation angesehen und eine ähnliche Entwicklung miterleben dürfen. Das liegt in erster Linie (nicht nur) an einem Haarsystem, einer Perücke oder Extensions. Es ist der erste Schritt wieder in Richtung Emanzipation und weg von einem krankmachenden äußeren Umstand. Selbstliebe beginnt dort, wo wir anfangen, uns selbst zu erkennen und Wünsche zu erfüllen, selbst wenn wir dabei Hilfe wie Make-up, Haarsysteme, bestimmte Kleidung oder Accessoires benutzen. Es ist so befreiend nach den Jahren der Selbstgeißelung wieder frei sein zu dürfen und das wünsche ich jedem von Euch von ganzem Herzen.

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DAS HAARSYSTEM IM NAHKAMPF: SEX!

Heute geht’s zur Sache, Schätzchen!

In meinem letzten Artikel habe ich Euch über meine Erfahrung mit dem Haarsystem in Extremsituationen berichtet und dabei eine „(S)Extreme“ ganz außer Acht gelassen. Daher dreht es sich in dieser Kolumne um die schönste Nebensache der Welt und wie es in meinem Fall zu wirklich schrägen Situationen mit dem Haarsystem gekommen ist. Auf Grundlage der meist gestellten Fragen zum Thema „Sex und Haarsystem“ in den sozialen Netzwerken erzähle ich Euch nun von meinen Erfahrungen und wünsche Euch ganz viel Spaß beim Lesen.

DER PIZZABOTE
DAS HAARSYSTEM IM SINGLE-LEBEN

2018 überlebte ich den Herzschmerz nach dem Ende einer großen Liebe und hatte lange keine Lust mehr auf das Dating-Karussell, bestehend aus Apps und oberflächlichen Gesprächen bei obligatorischen Ersten-Date-Bieren. Ich kam auf den Gedanken mein Sexleben so zwanglos und rational wie möglich zu halten.
Ich brauchte einen Pizzaboten!

Als „Pizzaboten“ bezeichne ich gleichgesinnte Sexualkontakte, die wie ich keine Lust auf Beziehung, aber dennoch Bedürfnisse haben (versteht sich von selbst, aber dennoch noch mal klar: Keine Prostitution!). Treffen sind schnell, unkompliziert und funktionieren wie Fast Food: Man trifft eine/n Bekannte/n zum intimen Gerangel und verabschiedet sich schulterklopfend ohne das große Liebes- oder Herzschmerzgedöns. Die Lieferung kommt zu mir nach Hause und hinterher habe ich keinen Ärger mit dem Abwasch. Habe ich einen Pizzaservice gefunden, mit dem ich zufrieden bin, bestelle ich dort auch gerne auch öfter und so stellte sich im Sommer dieses Jahres eine kleine Liaison ein.

Der Pizzabote und ich trafen uns grundsätzlich nie außerhalb meiner Wohnung oder bei Tageslicht. Somit hatte ich die Garantie, dass mein Haarsystem bei näherer Betrachtung nicht auffallen würde. Die einzige Hürde, die es dabei jedoch immer wieder zu nehmen galt, war die Vorliebe der Person mir durch die Haare zu gehen. Das tat sie mit so viel Wonne, dass ich jedes Mal den Fokus und damit die Erregung verlor. Meine fehlende Konzentration wurde natürlich bemerkt und es wurde um Erklärung gebeten, sodass die Bombe irgendwann platzten musste.

An diesem Abend schmeckte die Pizza nicht ganz so gut wie sonst und ich entschied mich danach den Lieferdienst zu wechseln.

KURT, DIE PRÄRIEWÜHLMAUS
DAS HAARSYSTEM IN BEZIEHUNGEN

Präriewühlmäuse sind nach neuesten Studien die treusten Tiere im Tierreich. Verantwortlich für die lebenslange Treue der Tiere sind zwei Hormone: Vasopressin und Oxytocin. Ziemlich beneidenswert, wenn die Biochemie des Gehirns die Zensur über die Lenden bestimmt und damit verspricht, dass die/der Patrtner/in ein Leben lang treu bleibt. Diese Beständigkeit kann einerseits für eine Beziehung sehr vorteilhaft sein – in meinem Fall wurde diese jedoch zu einer Zerreißprobe für meine Nerven und mein Haarsystem.

Kurt war das Mensch-gewordene Äquivalent einer Präriewühlmaus. Loyal, gesellig und vor Allem: Paarungsbereit. Er bescherte mir mit seinem bemühten Liebesspiel ein paar aufregende Monate in denen wir uns als „Paarbeziehung“ definierten. Seine wohl interessanteste Eigenart war, dass er im Schlafzimmer sehr … nennen wir es experimentierfreudig war. Kennt Ihr Circque du Soleil? … (an dieser Stelle lasse ich kurz Platz für Euer Kopfkino) … Ich rechnete ihm den Versuch hoch an, ein besonders leidenschaftlicher Liebhaber sein zu wollen. Dennoch passierte natürlich Folgendes:

Durch diese akrobatischen Einlagen fing ich unweigerlich an zu schwitzen und der Nude Bond Flüssigkleber in der Front begann sich zu lösen. Kurt griff mir in die Haare und unterzog mein System einigen ungeahnten Belastungsproben, bis es mir schließlich Stück für Stück nach hinten rutschte und mein bis dato wohl gehütetes Geheimnis lüftete. Bedauerlicherweise waren seine Nerven, insbesondere im Hormonrausch, nicht wirklich stabil. Erschrocken von dem Anblick, den ich ihm bot, riss er die Augen auf und trat die Flucht ins Badezimmer an. Dort versteckte er sich ca. eine Stunde, bis er sich von mir schließlich herauslocken ließ und ich die Sache aufklären konnte. Nicht die Tatsache, dass ich ein Haarsystem trug, hatte ihn verstört – aber die Unwissenheit in dieser ganz speziellen Situation setzte ihm doch zu. Was ich absolut verstehen kann. Schließlich waren aber die Präriewühlmaus und ich auch nicht füreinander geschaffen und wir gingen kurze Zeit nach diesem prägenden Erlebnis wieder getrennte Wege – was sowohl für meine Nerven als auch für mein Haarsystem sicherlich das Beste war.

DER PIRAT
DAS HAARSYSTEM BEIM SPONTAN-TREFF

Ich meide den Kölner Karneval und werde dadurch von meinen rheinischen Bekannten zumindest in dieser Zeit alljährlich mit dem Titel „die unlustigste Person der Welt“ belegt. Dabei sind meine Gründe ein Karnevals-Gegner zu sein äußerst nachvollziehbar: Ich mag es nicht vier Tage im Dauersuff zu sein, uninspirierende und nicht gut ausgeführte Kostüme halte ich für Frevel und letztlich sind mir pöbelnde Unbekannte einfach unangenehm. Somit habe ich es meistens zu den hohen Feiertagen des Rheinlandes vorgezogen, in meine Heimat zu reisen.

Dieses Jahr lag mein Rückreisezeitpunkt auf dem Abend des letzten Karnevaltages. Das bedeutete, dass ich den Ausklang aus Alkoholleichen, Müll und Konfetti noch mitbekam, was meine Laune nicht wirklich anhob. Und trotz der Tatsache, dass ich als Karnevals-Grinch das jecke Treiben nicht mag, empfinde ich es als sehr faszinierend, wie hemmungslos die Menschen in dieser Zeit werden. Ist man auf der Suche nach einem spontanen Treff, Sex oder einfach jemandem zum Knutschen, kann man mit Sicherheit sagen, dass einem der Karneval gute Chancen bietet.
Und so ließ ich mich dann noch in ein paar stimmungshebende Flirts mit einem Matrosen, Chupakha und einem Tyrannosaurus-Rex verwickeln. Auf dem Nachhauseweg begegnete mir dann noch ein alter Bekannter. Seine Promillezahl lag in dem Grenzbereich, in dem ihm gerade noch mein Name einfiel und er für ein spontanes Liebesspiel noch tauglich war.

Mit einer diffusen Erinnerung an eine Liebesnacht schlug ich am nächsten Morgen die Augen auf und fand einen Piraten in meinem Bett. Ich versuchte gerade noch das Geschehen zu rekonstruieren, als ich bemerkte, dass sich die Lace meines Haarsystems in seinem Ohrring verfangen hatte. Wow, waren wir schnell wach! Und da sich der Ohrring ohne Zange nicht aus dem Ohr entfernen lassen und ich mein System vor Beschädigung schützen wollte, musste mein Haarsystem den Anfang machen. So musste der Pirat dann mit ins Bad, wo ich mit der Cleaner Lotion das Haarsystem erst abnehmen musste, um dann den Ohrring zu entfernen. Das war auf mehreren Ebenen ein sehr ernüchternder Morgen.

Heute lachen wir darüber. Der Pirat und ich sind mittlerweile gute Freunde geworden und wann immer wir zusammen im gemeinsamen Freundeskreis auftauchen, nutzt er die Gelegenheit, diese Geschichte zum Besten zu geben. Wer denkt, dass mich das stört, irrt sich. Ich habe heute eine ganz andere Einstellung zum Thema Haarsystem als damals, bin lockerer und offener geworden. Heute weiß ich, dass mein Verstecken und Verleugnen des Haarteils an meiner Vergangenheit als Krebspatient lag. Ich wollte vergessen und niemandem mehr glatzköpfig (= krank) und schwach zeigen – vor Allem nicht dem Sexualpartner! Doch Erlebnisse wie die geschilderten haben mir geholfen, einen neuen Umgang damit zu finden. Ich habe mich für das Haarsystem entschieden, weil ich glücklich, gesund und selbstbewusst sein wollte. Und das will ich auch nach außen zeigen – in jeder Situation.

FAZIT?

Ihr könnt Euch sicher denken, dass es diesmal kein Fazit gibt, da diese Kolumne in erster Linie Eurer Unterhaltung dienen sollte. Wenn Ihr selbstbewusst und offen mit Eurem Haarsystem umgeht, sollte es kein Problem mit der/dem potenziellen Liebespartner/in geben, sofern sie/er eine neutrale und nicht beurteilende Grundhaltung zu dem Thema hat. Viele Menschen bringt das Thema in Verlegenheit – dennoch ist auch hier wieder der Umgang entscheidend. Und so verabschiede ich mich mit Kolumne 6 und dem Tipp an Euch, die Dinge immer mit einer gewissen Leichtigkeit zu nehmen.

Ich wünsche Euch alles Liebe, eine wunderbare Weihnachtszeit und einen guten Jahreswechsel. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder mit ein paar wunderbaren Neuigkeiten, vielen Veränderungen und einem neuen Look.

Euer Ariel

… UND WIE GEHT’S WEITER?

Seid ihr neugierig geworden und denkt selbst über ein Haarsystem nach? Habt auch ihr unter Haarverlust zu leiden und sucht nach einer idealen Lösung? Dann schaut Euch Ariels Transformation oder die vielen anderen Verwandlungen auf unserem YouTube-Kanal an oder bleibt über unseren Facebook– oder Instagram -Kanal auf dem Laufenden!
Ariel meldet sich mit neuen spannenden Themen, humorvollen Erfahrungsberichten und der Fortsetzung seiner Kolumne nächstes Jahr wieder. Seid gespannt!

SPORT UND ANDERE EXTREME MIT HAARSYSTEM

Wie ihr in meinem letzten Artikel lesen konntet, hatte ich einige Wochen nach meiner Transformation nicht nur die ersten, alltäglichen Herausforderungen mit dem Haarsystem überstanden, sondern glänzte bereits mit einer erfolgreichen Routine in der Handhabung. Haarwäsche, der Systemwechsel und kleine „Reparaturen“ waren nun kein Problem mehr, sodass ich mich extremeren Herausforderungen wie einem Sauna- oder Schwimmbadbesuch, oder einer Dating-Situation stellen wollte. In den sozialen Medien habt ihr mir zu diesen Themen die meisten Fragen gestellt und deshalb möchte ich heute über meinen Selbstversuch berichten.

Sport und ich. Das ist ein sehr enges und drückendes Paar Schuhe. Lieber lasse ich den inneren Schweinehund vollgefressen in seiner Höhle ruhen bevor ich ihn überwinde und mich sportlich betätige. Und dabei fing es so gut an: Judo in Kindertagen und Leistungsschwimmen in der Pubertät, als Ausgleich zu Computerspielen und heimlichem Biertrinken mit den Dorfbuddies.
Auf dem krackseligen Weg ins Erwachsenenalter glänzte ich in den Sportstudios dann jedoch eher mit Abwesenheit, als mit schweißtreibenden Workouts. Es grenzt schon fast an Ironie, dass gerade ihr, die Heydecke-Community, mich durch Eure Anfragen dazu gebracht habt, meine körperliche Schwungmasse wieder in Bewegung zu bringen und mein Haarsituation in verschiedenen Extremsituationen zu testen.

DAVID GEGEN GOLIATH
DAS FITNESSSTUDIO UND ICH

Sechs Uhr in der Früh. Köln bettete sich noch in ein Kleid aus Nebel und ersten Sonnenstrahlen. Pendler und Berufskraftfahrer schoben sich mit ihren Autos in einer zähen Masse durch die Straßen. Wirres Treiben und endlose Bewegung. Ideale Voraussetzungen, um mich ebenfalls aktiv zu zeigen. Es ist Jahre her, dass ich mich in einem Sportstudio gezeigt habe. Zuletzt auch mehr an der dort integrierten Trinkstation als an den Geräten. Der Vorwand das Haarsystem in Extremsituationen zu testen war zu einem passenden Zeitpunkt gekommen, denn ich wollte eh wieder aktiver Sport betreiben.

Ich zog also meine fast vergessenen Sportsachen an und sprang aufs Laufband. Nach 5 Minuten auf viel zu hoher Geschwindigkeit hatte ich schon mehr Schweiß produziert als ein Preisboxer in der sechsten Runde eines Schwergewichtskampfes. Zu meinem Nachteil hatte ich auch noch das Haarsystem mit dem längeren Pony gewählt, das mir klatschnass im Gesicht klebte. Von außen betrachtet muss das ziemlich ulkig ausgesehen haben. Nicht nur wegen meines eleganten Laufstils (als wäre ein Stier von einer Hornisse gestochen worden), sondern auch durch das ständige Überprüfen, ob das System noch fest auf dem Kopf saß. Ob Einbildung oder Realität: Ich sorgte für Aufmerksamkeit und verursachte verwirrte Gesichtsausdrücke.

Mein Fazit nach zwei Stunden Laufen, Gerätetraining, Schwitzen und einer abschließenden Dusche: Durch die Anstrengungen wird die Kopfhaut natürlich warm und der Schweiß beginnt den Kleber der Stripes etwas weich zu machen. Aber selbst dann besteht noch keinerlei Gefahr, dass einem das System einfach vom Kopf rutscht. Im Selbstversuch zog ich ab und an dort, wo die Stripes Kontakt mit der Kopfhaut hatten. Bis auf dass sie ein klein wenig nachgegeben haben passierte jedoch nichts. Alles blieb stabil. Anders war es mit der Front. An diesem Tag hatte ich sie mit dem wasserlöslichen Nature Bond Flüssigkleber befestigt. Dieser gewährleistet zwar maximale Authentizität, ist aber für regelmäßigen Sport ungeeignet, da er sich durch Wärme und Schweiß löst. Mein Tipp für Euch: definitiv die Front mit den Stripes verkleben!

25 NACKTE UND EIN HAARSYSTEM
DER SAUNA- UND SCHWIMMBADTEST

Die Sauna war für mich der Endboss. In meiner Vorstellung mussten die hohen Temperaturen und die Schweißproduktion den Klebestreifen den letzten Rest geben. Und so provozierte ich das Ganze, indem ich zusammen mit Freunden einen Wellness-Tag in einem in der Region liegenden Thermalbad machte. Salzwasserquellen, Chlor, Solarium und Saunatemperaturen bis 80 Grad. Alles Gefahrenzonen, bei denen man hofft, dass einem das Haarsystem nicht unbemerkt vom Kopf wandert und im schlimmsten Fall noch am Rücken des Nachbarn festklebt. Nach 12 Stunden zog ich mein Fazit – voller Begeisterung. Klar probierte ich alle 10 Minuten, ob sich das Haarsystem auf meinem Kopf bewegte und in der Tat, die Klebestreifen verloren durch die Hitze leicht an Festigkeit. Aber nicht so sehr, dass sich meine Frisur in Bewegung setzen oder gar verrutschen konnte. Und sobald die Klebestreifen wieder abgekühlt waren, hielten sie auch wieder bombenfest. Test (unversehrt) bestanden!

Das Gleiche galt auch bei meinem anschließenden Selbstversuch im Schwimmbad. Ich hatte aus meinem Fitnessstudio-Besuch gelernt und die Front meines Systems gleich mit den Stripes befestigt. Diese ließ ich nach dem Verkleben 24 Stunden ohne Wasserkontakt (heißt also ohne Haarwäsche), damit sie ihre volle Klebkraft entfalten konnten. Und was soll ich sagen? Sie bestanden jede Bewährungsprobe! Tauchen, Kopfsprünge und der dauerhafte Kontakt mit chlorhaltigem Wasser machten dem System überhaupt nichts aus. Ich war überrascht und zugleich super happy. Denn zugegeben: so richtig daran geglaubt hatte ich vorher nicht …

„DU HAST DA WAS IM HAAR“
DAS HAARSYSTEM BEIM ERSTEN DATE

Egal ob Freunde oder ein romantisches Date, ich habe diverse Reaktionen, Vermutungen und Rückmeldungen zu meinem Haarsystem bekommen. Den meisten ist ohne meinen Hinweis dank der hochwertigen und natürlichen Fertigung meines Systems nichts aufgefallen. Und: Wenn man es wirklich gut aufgeklebt hat und die Kante von Netz zu Tonsur einen perfekten Übergang bildet, fällt einem das Haarsystem nicht mal beim Hineingreifen auf. Doch es gibt auch besonders aufmerksame Personen, bei denen man eigentlich fest damit rechnet, dass sie einen auf den ersten Blick „enttarnen“. So fand ich mich im Sommer bei einem ersten Date mit genauso jemandem zu einem Spaziergang am Rhein wieder.

Die Sonne stand hoch, ich hatte T-Shirt und kurze Hosen angezogen und mein Haar lässig nach oben gestylt. Für mich ein kleines Wagnis und eine Tatsache, die meine ohnehin schon vorhandene Nervosität noch einmal steigerte. Denn generell und am liebsten trage ich das Haar lässig in die Stirn fallend, wobei die Haarlinie verdeckt ist und keine direkten Blicke auf sich lenkt. Doch bei besonders starker Hitze, wie sie an diesem Tag herrschte, ist es natürlich wesentlich angenehmer und luftiger, die Haare nach oben zu tragen.

Der natureLine Flüssigkleber, mit dem ich die Front befestigt hatte, hielt das System an seinem Platz, glanzlos matt und transparent. Und trotzdem: Jedes Mal, wenn ich mir einbildete, dass mein Gegenüber mir in die Haare oder auf den Haaransatz schaute, drehte ich mich weg. Das ist die Unsicherheit, mit der ich zu Beginn meiner Haarsystemlösung leben musste, da ich nicht uneingeschränkt und vor jedem dazu stehen wollte, ein Zweithaarsystem zu tragen. Ich wollten aus Eitelkeit nicht, dass jemand mein „Schönheitsgeheimnis“ erfährt und so verwendete (oder verschwendete) ich sehr viel Energie auf das Vertuschen. Meinem aufmerksamen Begleiter entging aber tatsächlich (leider) nichts, vor allem nicht meine Unsicherheit. Und so wurde irgendwann ein Arm um mich gelegt und man sagte mir ganz liebevoll: „Du brauchst dich für das Haarsystem nicht zu schämen, du siehst fantastisch aus.“

Mir trieb es gleich den Schweiß auf die Stirn und ich fühlte mich entlarvt. Doch nicht mein Haarersatz brachte mich in die Verlegenheit, sondern meine fehlende Gelassenheit bei diesem Thema. Mir wurde zurückgemeldet, dass es nicht bemerkt worden wäre, wenn ich nicht so verkrampft versucht hätte, es zu vertuschen.
Mein Fazit ist hier also: Egal wie echt das Haarsystem aussieht, wer genau hinsieht, kann es unter Umständen entdecken. Es kommt vor allem auf den Umgang, den ihr damit habt, an.

ALLES EINE FRAGE DER EINSTELLUNG
CONFIDENCE IS KEY

Ich habe mit anderen Kunden von Hairsystems Heydecke gesprochen, die ganz offen mit ihrem Haarsystem umgehen und dankbar sind, so eine tolle Lösung für ihr Haarproblem gefunden zu haben. Auch bei Verabredungen und Dates hatten sie nie ein Problem, selbst wenn es zur Sprache kam. Eine Frage des selbstbewussten Auftretens, das mir in dem Moment, von dem ich vorhin berichtet habe, noch fehlte. Und das führte ich, als ich die Situation im Nachhinein reflektierte, auf meine ganz eigene Geschichte zurück;

Mein Vorgeschichte als Krebspatient und der aus der Krankheit resultierende Haarverlust war meine Motivation für ein Haarsystem. Mir ging es also zum größten Teil darum, „wieder normal“ und unauffällig auszusehen, statt von der Krankheit gezeichnet. Wurde dies aber entdeckt, wurde ich immer wieder schmerzlich an mein ehemaliges Patientenbild erinnert. Ich wollte verdrängen. Reine Kopfsache also – und etwas, was ich abstellen wollte.

Die Dating-Situation lehrte mich nachträglich darin, mich selbst besser zu akzeptieren. Wer selbstbewusst mit seinem Haarsystem umgeht und es nicht zu einem großen Geheimnis aufbauscht, wird in jeder Situation aufkommenden Fragen neuer Bekanntschaften standhalten. Und darüber hinaus kann Euch die Meinung Außenstehender ohnehin egal sein. Ihr macht es für euch, nicht für jemand anderen. Deshalb muss es auch niemand anderem gefallen, außer euch selbst.

Und die Moral von der Geschicht: Das Ergebnis meines selbstinszenierten Härtetests war nicht nur dahingehend erfolgreich, als dass sich Haarsystem und Kleber bewährt haben – ich habe mir zusätzlich eine kleine Lehrstunde in Sachen Selbstakzeptanz verpasst. Win-Win, oder?

… UND WIE GEHT’S WEITER?

Seid ihr neugierig geworden und denkt selbst über ein Haarsystem nach? Habt auch ihr unter Haarverlust zu leiden und sucht nach einer idealen Lösung? Dann schaut Euch Ariels Transformation oder die vielen anderen Verwandlungen auf unserem YouTube-Kanal an! Und Ariel meldet sich bald wieder mit einem neuen Beitrag zu Wort. Als nächstes mit: „Als nächstes mit „Das Haarsystem im Nahkampf: Sex!“. Seid gespannt!

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DER ERSTE HAARSYSTEM-WECHSEL

Wie ihr in meinem letzten Artikel lesen konntet, hatte ich die ersten Herausforderungen mit dem Haarsystem im Alltag überstanden. Sowohl die erste Haarwäsche als auch kleinere Korrekturen mit dem Verkleben der Front waren mir (trotz meiner Tollpatschigkeit) gut geglückt. Doch natürlich zeigt sich niemals innerhalb der ersten wenigen Tage, ob man mit einer Veränderung wirklich klarkommt. Deshalb soll sich mein Bericht an dieser Stelle nun fortsetzen und sich um den ersten Wechsel meines Haarsystems drehen.

T MINUS 30 TAGE
BIS ZUM ERSTEN WECHSEL

Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass es einem leicht fällt, sich an schöne Dinge zu gewöhnen. Schon nach wenigen Tagen waren mein Haarsystem und ich ein eingespieltes Team – und auch der Umgang mit meinem neuen „It-Piece“ wurde selbstverständlich. Der Typ mit der vollen Haarpracht, der mich morgens aus meinem Badezimmerspiegel aus anblickte, wurde zur schönen Gewohnheit. Weder im Alltag noch beim Schlafen hatte ich das Gefühl einen „Fremdkörper“ auf den Kopf zu tragen. So schaffte ich es auch, einen sehr wesentlichen Punkt für beinah einen ganzen Monat zu verdrängen:

„Das Ding muss ja auch irgendwann mal gewechselt werden!“

Bevor ich Euch erzähle, wie und wann mich diese Verdrängungstaktik eingeholt hat, muss ich Euch ein Geständnis machen: Wie ihr in meiner vorherigen Kolumne lesen konntet bin ich bei bestimmten Sachen ein richtiger Schisser. Insbesondere betrifft das Situationen, in denen mein Perfektionismus mit meiner Ungeduld kollidiert. Das führt unweigerlich immer zum Aufschub gewisser Dinge und in letzter Konsequenz zu Schnappatmung und leichten Anflügen von Panik. Und auch was mein Haarsystem betrifft bin ich mir treu geblieben: Da ich mir bereits beim Nachbessern und Verkleben der Front die Hälfte meines Badezimmerinterieurs an den Körper geklebt hatte, wollte ich mir erst gar nicht ausmalen, wie der erste Wechsel verlaufen würde. Und so reizte ich das Tragen des Haarsystems aus … ganze 30 Tage!

UNGEWOLLTER HÄRTETEST

Es war ein heißer Sommer und die Temperaturen kletterten in Teilen Deutschlands auf bis zu 40 Grad. Ich war in Berlin und genoss die Festivalsaison mit guten Freunden und diversen Tänzchen in der prallen Sonne. Zu diesem Zeitpunkt näherte ich mich schon der Schmerzgrenze der Haltbarkeit der Klebestreifen, die mein Haarsystem auf dem Kopf hielten. Dennoch hatte ich für meinen Trip nach Berlin außer Daily Shampoo, Daily Conditioner, Cleaner Lotion und Nature Bond Flüssigkleber für die Front nichts für den Wechsel meines Haarsystems eingepackt.

Hinweis: Jeder Neukunde bekommt bei Hairsystems Heydecke eine detaillierte Schulung, wie er sein Haarsystem zu Hause im Alleingang wechseln kann. In dieser wird dem Kunden mitgeteilt, dass je nach (Kopf-)Hauttyp der Wechsel des Haarsystems wöchentlich bis alle zehn Tage erfolgen sollte. Das ist nicht nur sinnvoll für die perfekte Haftung des Haarteils auf der Kopfhaut, sondern auch für die Langlebigkeit des Haarsystems.

Da ich persönlich eine relativ trockene Kopfhaut habe und sich dies positiv auf die Haltbarkeit der Klebestreifen auswirkt, dachte ich, bei meinem Trip nach Berlin auf der sicheren Seite zu sein. „Ach Komm, so schlimm kann es schon nicht werden, wenn es noch ein paar Tage auf dem Kopf bleibt“. Tja. Ich hatte meine Rechnung auf jeden Fall ohne die äußeren Umstände gemacht; Schweiß, Körpersalze, Hitze und Regen setzten den Klebestreifen natürlich auf Dauer zu und so kam, was kommen musste:

(H)A(A)RMAGEDDON
AM MORGEN DANACH

Ein Sonntagmorgen in Berlin. Bis vor ein paar Stunden hatte ich mich mit Freunden auf einem Festival von toller Musik und guten Drinks durch die Nacht treiben lassen. Mit einem Brummschädel sondergleichen machte ich morgens die Augen auf und versuchte erstmal, mich zu sortieren. Trotz des Katers merkte ich relativ zügig, dass irgendetwas anders war als sonst. Die Partybekannschaft der letzten Nacht, die neben mir noch am Kissen horchte, löste dieses Gefühl nicht aus. Ich registrierte einen leichten Luftzug am Hinterkopf und war schlagartig hellwach. Mit einem gewaltigen Satz sprang ich aus dem Bett und rannte ins Badezimmer, um folgendes zu entdecken: Das Haarsystem hatte sich am Hinterkopf gelöst und war leicht nach vorne geklappt. Ich wusste nicht, ob ich lauthals lachen oder weinen sollte. Immerhin, tröstete ich mich, hatte ich es offensichtlich als erster bemerkt …

Glücklicherweise war es mein letzter Tag in Berlin und ich konnte das Malheur mit einer Cap kaschieren. Zu Hause in Köln angekommen bewaffnete ich mich notgedrungen mit den Klebestreifen, dem Wechsel-Haarsystem, Watte, einem Pinsel und dem Flüssigkleber. Ich wusste: jetzt komme ich wohl nicht mehr drum herum.

LEICHTE SCHLÄGE AUF DEN HINTERKOPF …
DER ERSTE HAARSYSTEM-WECHSEL

1.) Entfernung der Klebereste
Normalerweise nutzt man die Cleaner Lotion, um das Haarsystem ohne größere Anstrengungen vom Kopf abzubekommen. Man sprüht das Produkt vorsichtig zwischen Kopfhaut und Haarsystem und durch den enthaltenen Alkohol löst sich der Kleber. Gut – diesen Schritt konnte ich mir aufgrund meiner Langzeit-Tragedauer sparen. Ein Kopfnicken und das Haarsystem wäre mir eh vom Kopf gesegelt. Also betrachtete ich angestrengt die vor mir ausgebreiteten Materialien und war überzeugt, der Schwierigkeitsgrad meines Vorhabens käme dem Zusammenbauen einer Flugzeugturbine gleich. Trotzdem: Ich fasste mir ein Herz und legte los.

Nachdem ich mit der Watte und der Cleaner Lotion das Haarsystem von den gröbsten Kleberesten befreit hatte, legte ich es für die nächsten acht Stunden in ein Bad mit dem System Cleaner ein. Am besten nehmt ihr dafür eine kleine Box oder Auflaufform – bitte aber darauf achten, dass nur die Montur mit dem Produkt in Berührung kommt und nicht das ganze Haarteil darin „ertränken“! Wer jetzt übrigens denkt, er müsste diese acht Stunden „oben ohne“ herumlaufen: Bei Heydecke wird einem immer empfohlen, sich mit mindestens zwei Systemen auszustatten.
Zum einen, weil man das eine System tragen kann, während man das zweite pflegt, zum anderen aber natürlich auch für den Fall, dass mal irgendetwas mit dem System ist und man dann nicht ohne Frisur dasteht. Deshalb setze ich meinen Wechsel nun auch mit meinem zweiten Haarsystem fort.

2.) Rasur
Damit das Haarsystem gut auf dem Kopf sitzt und ein guter Übergang zum Eigenhaar gesichert ist, muss das nachwachsende Haar beim Haarsystemwechsel abrasiert werden.
Was ich mir zu Anfang schwierig vorgestellt hatte, war dann in der Praxis gar nicht so herausfordernd: Mithilfe des Abdrucks, der bei Hairsystem Heydecke von meinem Kopf gemacht wurde, hatte ich eine gute Form und wusste, welchen Bereich ich wegrasieren muss. Nach fünf Minuten war dieser Schritt erledigt.

3.) Vorbereitung der Kopfhaut
Egal für welche Art von Kleber zur Befestigung des Haarsystems ihr Euch entscheidet, die Vorbereitung der Kopfhaut ist ein sehr wichtiger Schritt. Talg, Öle, Unreinheiten und überschüssige Hautschuppen müssen vor dem Verkleben entfernt werden. Dafür habe ich bei Heydecke vier Produkte erstanden, die ganz klar zu meinen Favoriten gehören: das natureLine Deep Clean Shampoo, das Peeling Gel, die Scalp Mask und der Scalp Protector.
Mit dem Deep Clean Shampoo reinigte ich die Kopfhaut von letzten Kleberesten und Schmutz, massierte etwa eine Minute das Peeling Gel ein und vollendete die intensive Reinigung mit der Scalp Mask. Dies ist quasi das „Wellness Produkt“ der Linie, das ich 10 Minuten auf der Kopfhaut lies, um mir das volle Verwöhnprogramm zu gönnen. Anschließend spülte ich meinen Kopf mit lauwarmem Wasser ab und föhnte mich kalt trocken, um im letzten Schritt den Scalp Protector anzuwenden – ein Produkt, das Schweiß- und Ölbildung auf der Kopfhaut unterbindet und so die Haftfähigkeit des Klebers unterstützt.

4.) Vorbereitung des Haarsystems
Bevor das eigentliche Verkleben des Haarsystems beginnt, muss man das Haarsystem mit den Klebestreifen vorbereiten. Ich platzierte also die Klebestreifen wie es mir gezeigt wurde dicht aneinandergereiht an der Außenkante des Haarsystems, sparte aber die Front aus.

Tipp: Für diejenigen, die das Haar gerne aus dem Gesicht stylen, ist diese Variante gut, da ihr in der Front Platz für den Flüssigkleber lasst. Dieser ist im getrockneten Zustand unsichtbar (matt und durchsichtig) und erzeugt so ein maximal natürliches Ergebnis. Alternativ kann man die Klebestreifen mit einer Schere halbieren und entlang der Front festkleben. Das optimiert die Haltbarkeit ist aber ein Stück weit sichtbarer (bei mir fiel es jedoch keinem auf).

5.) Positionieren des Haarsystems
Nachdem ich die Klebestreifen an der Montur befestigt hatte, kam es zur entscheidenden Ausrichtung des Haarsystems auf dem Kopf. Zugegeben: Bei mir dauerte es ein bisschen, bis ich den Dreh raushatte. Generell setzt man die Kante des Haarsystems an der Kante der Rasur an (kurz bevor das Kopfhaar beginnt) und kann sich grob daran orientieren, dass auf der Stirn zwischen Augenbrauen und Haaransatz vier Finger breit Platz haben.

6.) Verkleben des Systems
Ich sage Euch, wie es ist: Beim ersten Mal lief ich fluchend durch die Wohnung und war zwischendurch am Rande der Verzweiflung. Das Verkleben des Haarsystems ist im ersten Alleingang nicht einfach und es wird auch unter Euch welche geben, die talentierter oder ungeschickter sind. Aber ich kann Euch beruhigen: Es ist dann doch einfacher als gedacht und geht von Mal zu Mal besser!

Bei mir und meinem Full-Lace-System hat sich die sogenannte „Schiffchen-Technik“ bewährt. Dazu befestigt man das Haarsystem zunächst an den drei Klebestreifen in der Mitte des Kopfes und kann es dann zum Festkleben der Seiten halb nach oben umschlagen. Ich halte das System immer zusätzlich am Oberkopf mittig fest und klappe dann nacheinander die Seiten hoch, um die Schutzfolie der Klebstreifen zu lösen. Behutsam lege ich das System wieder zurück und drücke es fest. So habe ich es im Grunde auch beim ersten Wechsel gemacht – nur deutlich ungeschickter, als inzwischen.

7.) Kleben der Front
Das Haarsystem saß, nur die Front lies sich noch nach oben klappen – wie diese Sonnenbrillen-Aufsätze, die manch schnauzbärtiger Socken-in-Sandalen-Träger im Urlaub trägt. Bevor ich also die Front festklebte, machte ich mir am Haaransatz mit einem weißen Kajal eine Markierung für den Flüssigkleber. Um den Kleber aufzutragen, benutzte ich ein Make-Up Schwämmchen und tupfte den weißlichen Kleber entlang meiner Markierung auf. Erst eine Schicht, dann eine zweite. Dann lege ich dann die Front vorsichtig auf den Kleber und drückte diese mit einem Stielkamm vorsichtig fest.

Tipp: Wichtig ist, dass man dem Kleber ein Weilchen Zeit gibt, seine Klebkraft zu entwickeln. Erst wenn er transparent geworden ist, kommt die zweite Schicht. Und erst wenn auch diese transparent und angetrocknet ist, kommt das Haarsystem drauf.

ALLER ANFANG IST SCHWER

Trotz der ausführlichen Schulung im Salon ist der erste Haarsystemwechsel eine Hürde – da wird es vielen von Euch nicht anders gehen, als mir. Dennoch wich meine erste Unsicherheit relativ schnell einer sicheren Routine. Ich möchte Euch mit auf den Weg geben, dass ihr nicht viel falsch machen könnt, außer vielleicht das Haarsystem zu früh zu wechseln (oder irgendwelche Gegenstände an Euch festzukleben …). Für den Fall, dass ihr mal nicht weiterwisst, gibt es nicht nur telefonisch, per Skype oder WhatsApp bei Hairsystems Heydecke die nötige Unterstützung – auch auf dem Heydecke YouTube-Channel gibt es eine ganze Reihe Videos mit Hilfestellungen und Tipps der Experten.

… UND WIE GEHT’S WEITER?

Seid ihr neugierig geworden und denkt selbst über ein Haarsystem nach? Habt auch ihr unter Haarverlust zu leiden und sucht nach einer idealen Lösung? Dann schaut Euch Ariels Transformation oder die vielen anderen Verwandlungen auf unserem YouTube-Kanal an! Und Ariel meldet sich bald wieder mit einem neuen Beitrag zu Wort. Als nächstes mit: „Extremsituationen mit Haarsystem.“ Seid gespannt!

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HAARSYSTEM IM ALLTAG

In den letzten beiden Artikeln meiner Kolumne habe ich Euch meine Geschichte erzählt – von meiner Krebserkrankung, wie ich auf Hairsystems Heydecke gestoßen bin und wie ich meine Transformation erlebt habe. Heute soll es um die erste Zeit mit Haarsystem gehen und meine Erfahrungen mit dem Haarsystem im Alltag. Denn: Ein vom Profi angebrachtes und frisiertes Haarsystem ist die eine Sache. Aber wie sieht es aus, wenn man hinsichtlich Haarsystem Pflege und Styling im Alltag auf sich allein gestellt ist? Und hält das Haarsystem auch den kritischen Augen des Umfelds stand? Ich habe den Test gemacht und für euch einige Situationen ganz genau unter die Lupe genommen.

RAUS AUS DEM STUDIO, REIN INS LEBEN

Nach einer Transformation bei Heydecke fühlte ich mich zuerst ein bisschen seltsam. Da war nun etwas auf meinem Kopf, was da normalerweise nicht hingehört. Sicherlich kennt jeder von euch das Frisch-vom-Friseur-Gefühl; Jedes Schaufenster, jede Spiegelung in Auto- und U-Bahn-Fenstern war meine. Ich freute mich, wollte aber mit jedem Blick auch überprüfen, ob alles saß, wo es sitzen sollte. In meinem Kopf drehten sich Fragen wie: Haarsystem im Alltag – sieht man das ich ein Haarsystem trage? Starren mich die Leute gerade an, weil sie denken: „Der Mann trägt eine Perücke“? Ich würde im Boden versinken, wenn ich wie im Märchen „des Kaisers neue Kleider“ vorgeführt würde und man lachend mit dem Finger auf mich zeigte. Aber die Unsicherheit verflog mit dem ersten freundlichen Lächeln eines Passanten, der mir auf der Straße entgegenkam und fühlte sich beinah lächerlich an, als ich zurück in meinem Hotelzimmer den ersten Video-Anruf mit einem Freund tätigte. Seine Reaktion, als er mich sah:

„Oh mein Gott (– Stille –) Siehst du geil aus!“

SELBST- UND FREMDWAHRNEHMUNG

Den Abend im Hotel verbrachte ich mit meiner Handykamera und posierte vorm Badezimmerspiegel, vorm Fenster, in der Dusche, im Bett, im Frühstücksraum und im Fahrstuhl. Eigentlich ging es so weiter, bis ich wieder zu Hause in Köln angekommen war. Die anfängliche Skepsis war einer narzisstischen Euphorie gewichen. Ich konnte einfach nicht glauben, wie realistisch das Ganze aussah. Dennoch wusste ich: Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung sind zwei paar Schuhe und erst, wenn die kritischen Augen von Familie und Freunden das Haarsystem abgesegnet hatten, würde ich mich meiner Freude komplett hingeben können.

Um meinen kleinen Test nicht zu verfälschen, hatte ich bis auf zwei Personen in meinem näheren Umfeld niemandem von meinem Plan erzählt und ließ es darauf ankommen, ob ihnen das Haarsystem beim nächsten Treffen auffallen würde. Zeitweilen war ich sogar ein wenig enttäuscht, weil ich als erstes gefragt wurde, ob ich einen kosmetischen Eingriff habe machen lassen. Und die, die mich am längsten kennen, hatten den Braten eh schon gerochen. Sie waren es auch, die sich dann besonders kritisch mit meinem neuen „Accessoire“ auseinandersetzen und mir bestätigten, dass sie „niemals im Leben etwas bemerkt“ hätten, weil es so natürlich aussah. Ihre Meinung war mir extrem wichtig und ich fühlte mich nochmals in meiner Entscheidung bestärkt: Das Haarsystem und ich, wir sind ein Match!

UNTER ARGUSAUGEN:
SHERLOCK GREITH MACHT DEN SELBST-TEST

Ich geb‘s zu: Ich bin ein ziemlicher Pedant. Deshalb habe ich mir meine neue Haarpracht im eigenen Badezimmer ganz genau angesehen. Ich kämmte das Haar aus dem Gesicht und fokussierte zuallererst den Haaransatz. Schien der Kleber durch? Löste sich die Frontlace nach dem ersten Schwitzen schon etwas? Sah man irgendwo weiße Stellen durchscheinen? Ist das kämmen wirklich so easy? Bis hierhin war noch alles perfekt. Das Haarsystem war wunderbar verklebt, ließ sich geschmeidig bürsten und auch der Haaransatz wirkte sowohl bei flüchtigem Hinschauen als auch bei intensivem Draufstarren äußerst natürlich. Also, wo war der Haken? Ich sollte ihn kennenlernen. Bei der ersten Haarwäsche.

DER ERSTE (SCHON-)WASCHGANG

Bekomme ich es zu Hause im Alltag genauso hin, wie der Profi? Mit der ersten Wäsche meines Haarsystems stand ich als Haarsystem-Neuling vor meiner ersten großen Herausforderung.
Im Kopf ging ich noch einmal alle Schritte durch, die mir bei Heydecke im Studio erklärt wurden und stieg dann wagemutig und bewaffnet mit Daily Shampoo und Daily Conditioner in die heimische Dusche.
Unter der Dusche setze ich akribisch alle Schritte um und ging dabei vor, wie bei der Restauration eines Renaissance-Gemäldes. Jeder Zentimeter wurde abgetastet, jede Strähne einzeln behandelt. Soweit so gut, auch das anschließende Trockentupfen des Haarsystems und das Föhnen klappten ohne Probleme. Beim Styling jedoch kollidierte zum ersten Mal mein Perfektionismus mit der Realität. Unter Einsatz von mindestens einer Tonne Haarspray versuchte ich sehr lange und sehr angestrengt, das Salon-Ergebnis zu rekonstruieren, bis ich schließlich halbwegs zufrieden war. Nur, um kurz danach in Panik zu verfallen, weil ich feststellte, dass sich der Kleber der Frontlace durch das Duschen an manchen Stellen leicht gelöst hatte. Hilfe! Wie würde das wohl erst beim ersten Mal Haarsystemwechsel werden?

DAS ERSTE KLEBEN DER FRONT
(UND ANDERER DINGE)

Ich rief die Erinnerung an die Schulung bei Heydecke ab. Wie war das noch? Erst mit einem weißen Kajal eine Markierung an der Lace-Linie setzen, anschließend mit ein paar Tropfen Flüssigkleber und einem Schwämmchen einen dünnen Film auftragen. Zwei- bis dreimal wiederholen, danach die Lace sanft auf den Kleber legen und mit einem Stielkamm festdrücken.

Frei nach dem Motto „viel hilft viel“ (mehr Kleber heißt mehr Halt und Stabilität?) trug ich ganze 6 Schichten Kleber auf und bemerkte dabei nicht, dass auch etwas auf meinem Hals, den Fingern und dem Fußboden landete. Besonders ungünstig war dann, dass ich mir ein Handtuch um die Schultern gelegt hatte, das während der Einwirkzeit mit meinem Hals verschmolz. Dasselbe passierte mir zeitgleich mit meinen Fingern und dem Schwämmchen. Das Ergebnis: Ich hatte zwar ein perfekt sitzendes Haarteil, aber auch ein Make-Up-Schwämmchen und ein Frottee-Handtuch an mir festgeklebt. #YOLO

Ein Tipp von mir für alle Haarsystem im Alltag-Träger: Lass Dir am Anfang für diese Prozesse etwas mehr Zeit. Die Dosierung des Flüssigklebers für die Lace-Front ist eine Erprobungssache und wie bei vielen Dingen im Leben gilt auch im Umgang mit dem Haarsystem: Übung macht den Meister. Weder mit viel noch mit wenig Geschick kannst Du alles sofort umsetzen. Mach Dir also bitte keinen Stress, denn kleine Fehler passieren. Meiner Erfahrung nach pendelt sich das aber sehr schnell ein. Letztendlich ist nicht der Weg das Ziel, sondern das Ergebnis die volle Belohnung für Deine Mühen. Und: Nicht die Handhabung im Alltag ist die Hürde, sondern die eigene Unsicherheit. Also trau Dich – das Haarsystem hat Potenzial zur Wunderwaffe!

Der Heydecke Profitipp:

„Um ein perfektes Ergebnis für den Haaransatz zu bekommen ist der richtige Kleber entscheidend. Dazu benötigt es Eurerseits ein bisschen Experimentierfreudigkeit. Faktoren wie die Beschaffenheit die persönliche Neigung zur Schweißbildung sind dabei ebenfalls zu beachten. Auch die Dichte des Klebers. Hier gilt: Je dünner der Kleber, desto schwächer ist er – aber umso natürlicher sieht er aus. Je dicker, desto mehr Halt verspricht er, aber wird im Zweifel eben auch sichtbarer. Lasst Euch dazu gerne von uns im Salon beraten und eine individuelle Lösung für Euer Haarsystem suchen!“

… UND WIE GEHT’S WEITER?

Seid ihr neugierig geworden und denkt selbst über ein Haarsystem nach? Habt auch ihr unter Haarverlust zu leiden und sucht nach einer idealen Lösung? Dann schaut Euch Ariels Transformation oder die vielen anderen Verwandlungen auf unserem YouTube-Kanal an! Und Ariel meldet sich bald wieder mit einem neuen Beitrag zu Wort. Als nächstes mit: „Der erste Haarsystem Wechsel.“ Seid gespannt!

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MEIN ERSTES HAARSYSTEM

In meiner letzten Kolumne habe ich Euch bereits meine Geschichte, und wie ich auf Hairsystems Heydecke gekommen bin, erzählt. Schon während des Beratungsgesprächs bemerkten wir relativ schnell eine gegenseitige Sympathie und so freute ich mich umso mehr, als ich gefragt wurde, ob ich nicht meine Transformation (also die Anpassung meines ersten Haarsystems) für den YouTube-Kanal von Heydecke filmisch begleiten lassen will. Und ja, ich wollte! Von diesem aufregenden Ereignis, das bei meinem nächsten Besuch in Hamburg seinen Lauf nahm, handelt dieser neue Teil meiner Kolumne

Meine Aufgabe ist, persönlich und unparteiisch über den Alltag mit Haarsystem zu sprechen und die Heydecke-Community durch Euren Weg der Entscheidungsfindung für ein und einen Alltag mit einem Haarsystem zu begleiten – ganz egal, was Dich zu Deiner jetzigen Haarsituation geführt hat. Dabei geht es mir um viel mehr, als nur das Haarsystem. Es geht vor Allem um das Gefühl der Selbstbestimmung und der Freiheit. Ich werde Euch berichten, wie sich durch mein Haarsystem nicht nur mein Leben, sondern auch meine Selbstbetrachtung verändert hat und freue mich nicht zuletzt auch auf Euer Feedback und Eure Geschichten. Doch zunächst lasst mich erzählen, wie alles begann …

DAS LEID DER GEPLAGTEN

Jeder, der unter Haarausfall leidet, ob genetisch, hormonell oder krankheitsbedingt, stellt sich morgens vor dem Spiegel dieselbe Frage: Wie kaschiere ich meinen Haarverlust – sofern überhaupt möglich – am besten? Auch ich habe alles versucht, um das schwindende Kopfhaar bestmöglich vor den Augen meiner Mitmenschen zu verstecken. Kopfbedeckungen wie Mützen und Hüte oder Hilfsmittel wie dieses braune Puder aus dem Drogeriemarkt, das beim Schwitzen so unpraktisch ist, waren nur wenig tröstend oder hilfreich.

Jahrelang hatte ich unter dem Haarverlust als Folge einer Krebstherapie zu leiden und habe dabei deutlich an Selbstbewusstsein eingebüßt. Mein Alltag war von Unsicherheit geprägt und spontane Aktivitäten wie Schwimmbadbesuche und Sport bedeuteten immer Überwindung. Dies hat meine Lebensqualität reduziert – ich fühlte mich einfach nicht mehr wie ich selbst. Doch das sollte mit der Entscheidung für ein Haarsystem bald ein Ende haben. Ich sagte Mützen und Puderpinseln den Kampf an und schaute voller Vorfreude meiner Transformation in Hamburg entgegen.

UND ACTION!
MEINE TRANSFORMATION VOR LAUFENDER KAMERA

Im Vorgespräch wurden mir alle Details des Tages genau erklärt und Vorher-Fotos angefertigt. Mein erster Videodreh sollte so souverän wie möglich ablaufen. Das ganze Team sorgte für eine angenehme, lockere Stimmung vor Ort und mit Dominik Heydecke als erfahrenem Moderator und Stylist Alex, der an diesem Tag meinen Einschnitt übernahm, hatte ich echte Profis an meiner Seite. Der Einzige, der in dieser Situation sehr nervös war, war ich. Der Typ, der sonst eine ziemlich große Klappe hat, bekam ordentlich Muffensausen. Als Fotograf bin ich es nicht gewohnt vor der Kamera zu stehen, daher war dieser Videodreh komplettes Neuland für mich. Wohin mit den Armen und Händen? Was ist, wenn ich etwas Dummes sage? Was, wenn mir das Ergebnis nicht gefällt? Es herrschte ein ganz schönes Gedankenchaos in meinem Kopf. Doch durch die professionelle und gleichzeitig lässige Herangehensweise des gesamten Teams konnte ich meine Unsicherheit abstreifen. Ich war in guten Händen. Ich konnte mich entspannen. Es würde toll werden. Und um es mit den Worten der wunderbaren Gloria Swanson in „Sunset Boulevard“ zu sagen:

„Alight Mr. DeMille, I´m ready for my close-up”

DIE VERWANDLUNG

Wochenlang im Voraus hatte ich mir bereits Hairstyles überlegt und mich für einen im Trend liegenden Faux Hawk Fade Haircut entschieden. Seiten und Nacken kurz, oben lang. Pflegeleicht und dennoch so flexibel, dass ich mehrere Looks ausprobieren kann. In Alexs fähigen Hände sollte das kein Problem werden. Der aus Spanien stammende Hairstylist ist nicht nur ein erfahrener Zweithaarspezialist, sondern ebenfalls Haarsystemträger – also genau der richtige Mann für meine Bedürfnisse. Ich atmete tief ein und aus und dann ging das rote Lämpchen an und meine Verwandlung begann.

Damit ein Haarsystem perfekt an der Kopfhaut haftet, muss die Stelle, an der es sitzt, glattrasiert werden. Sofern man also noch Eigenhaar besitzt, muss dies im ersten Schritt weichen – im Fachjargon heißt das dann „eine Tonsur schneiden“. Auch bei mir wurde zunächst mein restliches Eigenhaar auf dem Oberkopf kreisrund abgeschoren und anschließend die Kopfhaut in mehreren Schritten auf das Verkleben vorbereitet. Mein heimlicher Favorit war hier übrigens das Kopfhaut-Peeling – super angenehm!

Nachdem er meine Kopfhaut gereinigt, gepeelt, gepflegt und entfettet hatte, machte sich Alex dann an die Verklebung des Haarsystems in seinem Originalzustand (ohne Schnitt). In meinem Fall erfolgte das mit Klebestreifen und Flüssigkleber für die Front. Dieser trocknet durchsichtig und ist damit ideal, um einen natürlichen, unsichtbaren Haaransatz mit festem Halt zu schaffen.

Dann folgte nur noch der Haarschnitt und das war’s: Die Transformation war abgeschlossen und mein neues Ich blickte mir aus dem Spiegel entgegen.

#HEYNEWME – MEIN NEUES ICH

Fassungslos betrachtete ich mich minutenlang im Spiegel. Seit meinem Haarverlust durch die Chemotherapie hatte ich nicht mehr so volles und schönes Haar gehabt und war den Tränen nah. Immer wieder habe ich mir über den Kopf gefasst und durchs Haar gestrichen. Ich wollte ein Stück meiner Lebensqualität zurück. Und das hatte ich bekommen. Das Ergebnis war viel realistischer, als ich erwartet hatte. Gedanken, man könnte sehen, dass ich ein Haarsystem trage, hatte ich nicht. Alles würde besser sein als das, worunter ich so lange gelitten hatte.

Der Moment, als ich das Studio verließ und mir Hamburgs „steife Brise“ durchs Haar wehte, ist ein Moment, an den ich mich noch sehr genau erinnere. Es war der Moment, nach dem ich mich am meisten gesehnt hatte. Ich war wieder ich. Und nicht eine Sekunde lang fühlte sich das Haarsystem wie ein Fremdkörper an.

„Das Gefühl ein Haarsystem zu tragen ist das Gefühl kein Haarsystem zu tragen.“

DAS NEUE KAPITEL

Zurück in Köln empfing mich meine beste Freundin, deren Reaktion auf meine Verwandlung ich kaum abwarten konnte. Im-kreis-springend und umarmend schlugen wir ein neues Kapitel auf und stießen darauf mit einem Glas Wein an. Sehr lange hatte sie mich bei meinem Leidensweg begleitet und deswegen war die Freude auf ihrer Seite mindestens genauso groß, wie die Überraschung darüber, dass das Ergebnis so großartig war. Ein Eindruck übrigens, der mir durch mein gesamtes Umfeld immer wieder bestätigt wurde.

Eins kann ich Euch sagen: Egal, aus welchen Gründen ihr Euch für ein Haarsystem entscheidet: Es ist eine Entscheidung für Euch. Eine Entscheidung für mehr Selbstvertrauen und Selbstliebe, die für Euch persönlich sehr viel ausmachen kann. Wenn ich heute an einer Schaufensterfassade vorbeigehe und mich darin spiegele, oder die Reaktionen meiner Mitmenschen auf mich registriere – auf einen jungen Mann, der ihnen selbstbewusst entgegenblickt – weiß ich: Mein neues Leben hat begonnen.

… UND WIE GEHT’S WEITER?

Seid ihr neugierig geworden und denkt selbst über ein Haarsystem nach? Habt auch ihr unter Haarverlust zu leiden und sucht nach einer idealen Lösung? Dann schaut Euch Ariels Transformation oder die vielen anderen Verwandlungen auf unserem YouTube-Kanal an! Und Ariel meldet sich bald wieder mit einem neuen Beitrag zu Wort. Als nächstes mit: „Mein erstes Haarsystem: der Alltagscheck.“ Seid gespannt!

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HAIRSYSTEMS HEYDECKE INSIGHTS

In meiner Kolumne möchte ich Euch nicht nur erzählen, wie sich durch die Arbeit von Hairsystems Heydecke mein Lebensgefühl verändert hat – ich mache für Euch ganz alltägliche Realitätschecks, beschreibe Handhabungen, humorvolle Erlebnisse und beantworte Fragen, die oft gestellt werden, über die aber so recht keiner sprechen mag. Wie zum Beispiel: „Kann man damit schwimmen, oder was passiert, wenn man mit dem Haarsystem vom zehn Meter Turm springt?“, „Haarsystem und der Realitätscheck: Sex“, „wie erkläre ich meinem Date, das ich ein Haarsystem trage BEVOR er/sie mir durch den Kopf wuschelt?“ und vieles mehr.

Meine Aufgabe ist, persönlich und unparteiisch über den Alltag mit Haarsystem zu sprechen und die Heydecke-Community durch Euren Weg der Entscheidungsfindung für ein und einen Alltag mit einem Haarsystem zu begleiten – ganz egal, was Dich zu Deiner jetzigen Haarsituation geführt hat. Dabei geht es mir um viel mehr, als nur das Haarsystem. Es geht vor Allem um das Gefühl der Selbstbestimmung und der Freiheit. Ich werde Euch berichten, wie sich durch mein Haarsystem nicht nur mein Leben, sondern auch meine Selbstbetrachtung verändert hat und freue mich nicht zuletzt auch auf Euer Feedback und Eure Geschichten. Doch zunächst lasst mich erzählen, wie alles begann …

EIN BLICK ZURÜCK

Meinem nordhessischen Heimatdorf mit dem Abitur und einer Busfahrkarte entkommen, sah ich mich in meinen Zwanzigern zu nichts anderem imstande, als meiner Liebe zur Kunst und vor Allem der zur Fotografie nachzugehen. Nach diversen Praktika und Foto-Assistenzen befand ich mich in Hannover, um mich von dort aus für ein Studium an diversen Hochschulen zu bewerben. Hier sollte sich mein Leben dann jedoch schlagartig ändern – denn nach einem routinemäßigen Blutcheck bekam ich die Diagnose Darmkrebs – und musste plötzlich ganz schnell erwachsen werden.

Was soll ich sagen – mit Anfang zwanzig die Worte „es ist Krebs“ zu hören ist schon krass. Diverse Operationen, Bestrahlungen und eine lange Phase von Chemotherapie folgten (nicht weniger krass). Ich saß da, in diesem Krankenbett, und konnte von dort aus im Spiegel meines Zimmers einen in sich gesunkenen und glatzköpfigen Jungen sehen. Diese Bild hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Und dennoch: Nehmen wir den Krebs als Symbol und übertragen ihn auf die vielen Hürden, die das Leben mit sich bringt. Egal wie hoch oder gar unüberwindbar wir sie wahrnehmen, so haben wir als Mensch doch alle dieselbe Aufgabe: diese Hürden mit den uns mitgegebenen Kräften zu überstehen und dabei vor allem nicht zu vergessen, dass wir es sind, die an der Gestaltung unseres Lebens immensen Einfluss haben. Das war schon immer mein Lebenskonzept und hat mich nicht aufgeben lassen.

CAT-CONTENT UND HAARSYSTEME

Immer, wenn der Schlaf nicht kommen will, und ich nicht den richtigen Film zum Berieseln finde, führt mich mein Weg zu YouTube. Die nahezu unerschöpfliche Vielfalt der schrägen und flachen Videos ist ein Garant dafür, dass einem irgendwann die Augen zufallen. Doch dann war da diese Nacht Anfang des Jahres, die die mich auf den YouTube-Kanal von Hairsystems Heydecke geführt hat.

Ich litt als Folge der Chemotherapie (und wir sind ja unter uns: auch dem voranschreitenden Alter) an dünner werdendem Haar. Schon das ein oder andere Mal sind mir Haarsysteme im Netz aufgefallen, doch war es die sympathische Art von Andreas und Dominik Heydecke, die mich gefesselt hat. In ihren Videos haben sie mich nicht nur immer wieder in Staunen über die fantastische Verwandlung ihrer Kunden und Kundinnen versetzt – auch der pietät- und liebevolle Umgang mit diesen Menschen, mit denen ich mich direkt identifizieren konnte, hat mich überzeugt. Und so begann ich zu recherchieren, ob das auch für mich etwas sein könnte.

MEHR ALS EIN TROSTPREIS

Instagram ist für mich ein Medium, dass ich berufsbedingt viel nutze. Ich bin dort bereits dem Team von Heydecke gefolgt, bis mich ein Gewinnspiel hellhörig werden ließ: 50 % Rabatt auf mein erstes Haarsystem. Im Fieberwahn tippte ich mir die Finger wund und letztendlich sollten sich meine Bemühungen auszahlen. Ich gewann und war fassungslos. Denn das letzte Mal, dass ich tatsächlich etwas gewonnen hatte, war mit acht Jahren am Lose-Stand einer Dorfkirmes. Und der Radiergummi, den ich dort gewann, hat mein Leben jetzt nicht nennenswert verändert …

Überglücklich und noch nichtsahnend, was mich erwarten würde, war mein erster Gedanke: „Was mache ich denn jetzt mit all meinen Hüten, Caps und Mützen, die ich über die Jahre angesammelt habe?” Und ich recherchierte gleich meinen ersten neuen Hairstyle. Vor Aufregung konnte ich kaum schlafen und malte mir schon aus, wie es sich wohl anfühlen würde, wenn mir draußen der Wind durchs Haar wehte.

EINEN ANRUF, EINE BAHNFAHRKARTE
UND EIN FISCHBRÖTCHEN SPÄTER …

… war ich schon in Hamburg und wurde dort im Rahmen eines Beratungsgesprächs warm und außerordentlich herzlich empfangen. Es war mir zu Anfang extrem unangenehm, mich dort so zu zeigen wie ich war: halb kahl, zerrupft wie ein Vogel in der Mauser und gezeichnet von einer langen Leidensgeschichte. Doch all die Unsicherheiten und Ängste waren dank der Gelassenheit und dem freundschaftlichen Umgang, den mir Dominik und Andreas Heydecke entgegengebracht haben, mit einem Wimpernschlag verschwunden.

… UND WIE GEHT’S WEITER?

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SOMMER, SONNE, HAARSYSTEM UND SOMMERFRISUREN

Mit perfektem Halt durch die warme Jahreszeit

Moin Leute, der Layke hier. Ich freue mich euch nach einer kurzen Pause wieder auf dem Blog von Hairsystems Heydecke begrüßen zu dürfen.
Langsam aber sicher beginnt sich der Sommer von seiner schönen Seite zu zeigen. Die Temperaturen steigen, die Tage werden länger und die Sonne knallt mit voller Power auf uns herab. Eis essen, Schwimmen gehen, Grillen im Park … Ich kann es kaum abwarten!
Doch worauf sollte man als Träger eines Haarsystems bei hohen Temperaturen achten? Kann man wie mit „normalen Haaren“ schwimmen gehen? Und wie pflegt man sein Haarsystem im Sommer optimal?
Diese Fragen möchte ich heute in diesem Blog beantworten und meine persönlichen Erfahrungen mit Euch teilen.

Worauf achte ich bei meinem Haarsystem im Sommer besonders?

„Wie verklebst du eigentlich dein Haarsystem im Sommer?“ ist wohlmöglich eine der mir am häufigsten gestellten Fragen in dieser warmen Jahreszeit. Dabei kommt es neben dem eigentlichen Verkleben auch auf eine gewissenhafte Vorbereitung an. Ich achte in den Sommermonaten verstärkt darauf, meine Kopfhaut beim Wechsel des Zweithaars mit dem Peeling Gel zu reinigen und sie mit Scalp Mask für einen optimalen Halt des Klebers vorzubereiten. Denn nur so kann auch das Haarsystem optimal halten.
Weiterhin spielt auch die Wahl des richtigen Flüssigklebers eine entscheidende Rolle. Trotz gewissenhafter Reinigung tendiert meine Kopfhaut dazu schnell fettig zu werden und extrem zu schwitzen. Wie ihr euch vorstellen könnt, ist das in der kühleren Jahreshälfte absolut kein Problem für mich und die Wahl des Klebers fällt dann wie gewohnt auf den Nude Bond. Im Sommer greife ich jedoch zu einem Flüssigkleber, wie beispielsweise den X-Bond. Der ist wasserfest und hält auch bei extremen Temperaturen und vermehrter Schweißbildung sehr gut auf meiner Kopfhaut. Die Front meines Haarsystems befestige ich je nach Bedarf regelmäßig neu.

Die Haarpflege für Sommerfrisuren ist das A und O!

Genau wie natürliches Haar braucht das Haarsystem im Sommer eine andere Haarpflegeals im Winter – denn die aggressiven UV-Strahlen der Sommersonne nehmen den Platz der trockenen Heizungsluft im Winter ein. Um die Haare des Zweithaars vor dem Austrocknen und Verblassen zu schützen, ist es extrem wichtig, sie mit genug Feuchtigkeit zu versorgen.
An einem normalen Sommertag benutze ich täglich den Hair Protector zum Schutz vor UV-Strahlung und das Hydro Spray für extra viel Feuchtigkeit. Der positive Nebeneffekt: Meine Haare sind nicht nur geschützt, sondern riechen auch zum Anbeißen gut! An Tagen, an denen ich mit Freunden baden gegangen bin, wasche ich meine Haare abends mit dem Daily Shampoo. Außerdem benutze ich den Daily Conditioner, damit mein Zweithaar am nächsten Tag wieder wie neu aussieht.
Mein erstes Haarsystem hat übrigens, dank meiner sorgfältigen Pflege, im April einjährigen Geburtstag gefeiert und sieht noch extrem gut aus. Also immer dran denken: die Pflege des Haarsystems ist das A und O!

Schwimmen mit Haarsystem im Sommer?

In einem heißen Sommer ist der Besuch im Freibad oder am Badesee natürlich ein Muss! Gerade ich als bekennende Wasserratte freue mich tierisch, dass mein Haarsystem solche Ausflüge mit der richtigen Vorbereitung und dem richtigen Flüssigkleber problemlos mitmacht. Ob ein Sprung vom Dreimeterbrett oder ein paar Bahnen Kraulen: Mein Haarsystem hält wie eine Eins!

Für diejenigen, die wie ich eine sehr fettige Kopfhaut haben, empfehle ich dem Kleber nach dem Wechsel des Haarsystems einen Tag Zeit zu geben, um komplett durchzutrocknen. Außerdem achte ich darauf, meine Front im Sommer alle 3 bis 4 Tage zu erneuern. Somit bin ich jeden Tag für spontane Ausflüge zum See bereit.
Mein Fazit

So facettenreich, wie mein Sommer ist, so flexibel und vielseitig bin ich auch mit meinem Haarsystem! Bis heute habe ich nie das Gefühl gehabt, mich aufgrund meines Haarsystems einschränken zu müssen. Das Gegenteil ist der Fall – ohne Haarsystem wäre ich an meine Mütze gebunden und der Sommer war für mich die schrecklichste Zeit des Jahres. Zum Glück hat das jedoch ein Ende gefunden und ich genieße den Sommer in vollen Zügen.
Ich hoffe, ich konnte euch eure Fragen in Bezug auf den Umgang mit Haarsystemen im Sommer beantworten und sage „Danke!“ an alle fleißigen Leser. Solltet Ihr noch Fragen an mich haben oder mir einfach nur Feedback zum Blog geben wollen, nutzt einfach die Kommentarfunktion unter diesem Blog.

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#HEYNEWME Ein neues Lebensgefühl! | Hairsystems Heydecke